JVP Steiermark - Jung, Kritisch, Steirisch | Landeskonferenz zum Thema „Integration“
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Landeskonferenz zum Thema „Integration“

„Das Thema Integration ist eine der wesentlichen Herausforderungen unserer Generation. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, zu diesem Thema die Meinungen der JVP’ler der Steiermark einzuholen. Nach spannenden Diskussionen steht nun unsere Position fest, “ so Thomas Einwallner, Landesobmann der JVP Steiermark.

Über 70 Teilnehmer diskutierten einen Tag lang über verschiedene Bereiche der Integration. Die Landeskonferenz, welche im tollen Ambiente des Brucker Kulturhauses stattfand, war nicht nur durch die Anwesenheit von BO StS Sebastian Kurz, und LR Christian Buchmann ein Highlight. Im Mittelpunkt stand intensive inhaltliche Arbeit, welche zu vielen neuen Ideen und Forderungen führte. Darunter auch die Forderung nach einem „Welcome-Service“ für gut ausgebildete Fachkräfte.

„High Potentials, welche unserer Wirtschaft mit ihrer Ausbildung helfen können, sind eine Bereicherung für unser Land, deswegen sollten die Migranten nicht durch unsere Bürokratie unnötig belastet werden. Diese Servicestelle koordiniert alles zentral und unkompliziert“, erklärt Thomas Einwallner diese Forderung.

Weiters war neben Bereichen wie Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat und Werte, Wohnen sowie Sport und Freizeit, auch die regionale Dimension der Integration ein Thema. Dazu Landesgeschäftsführer Rupert Reif: „In den ländlicheren Regionen funktioniert Integration durch die sehr gute Verteilung der Migranten meist Problemlos, darum sollten wir darauf achten österreichweit zu hohe Konzentrationen zu vermeiden.“

Dazu Staatsekretär Sebastian Kurz: „Derzeit leben 80 Prozent der Migranten in zehn Prozent der österreichischen Gemeinden. Um in Wohngebieten besser durchzumischen, soll ein Ausschuss aller gemeinnützigen Wohnbauträger öffentliche Wohnungen vergeben.“

Die wichtigsten Positionen im Überblick:

1) Verpflichtender Kindergartenbesuch bei Sprachförderbedarf.

Alle Kinder mit 3 Jahren sollen der Sprachstandserhebung unterzogen werden, sind die Sprachkenntnisse noch nicht dem Alter entsprechend, sollen diese Kinder verpflichtend einen Kindergarten besuchen. Die Gruppen sollen kurzfristig betrachtet aus nicht mehr als 50% Kinder mit sprachlichem Förderbedarf bestehen, damit ein soziales und sprachliches Lernen voneinander möglich ist.

2) Welcome-Service-Center für gefragte Fachkräfte.

Derzeit haben wir ein System, in dem wir nicht unterscheiden ob der Migrant ohne Ausbildung oder ein hochqualifizierter Diplomingenieur ist. Wenn wir Top-Fachkräfte in unser Land holen wollen, dürfen wir sie nicht durch unsere Bürokratie gleich wieder verschrecken. Das Welcome-Service-Center soll eine einheitliche Anlaufstelle für Fachkräfte darstellen die einem gewissen Anforderungsprofil entsprechen und alle Formalakte als Serviceleistung für diese High-Potentials erledigen.

3) Deutsch ist Schlüssel zur erfolgreichen Integration.

Menschen, die in Österreich leben und die deutsche Sprache nicht beherrschen, haben wenige Chancen auf eine erfolgreiche Integration. Deshalb muss die Deutschausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund im Vordergrund stehen. Der Besuch von Deutschkursen muss verpflichtend sein.

Für Personen, welche keine Kurse besuchen, oder diese nicht positiv absolvieren, muss es Sanktionen geben. Zum Beispiel Streichung der Familienbeihilfe.

4) Intelligentes Besiedelungsmanagement zur Förderung der Integration.

Es braucht beim Thema Integration eine erhöhte Aufmerksamkeit der wohnungsvergebenden Stellen, wie zum Beispiel den Gemeinden, Bauträgern oder Hausverwaltern, welche ein integrationsförderndes Besiedelungsmanagement sicherstellt. Dies hat unter Berücksichtigung der jeweiligen Arbeitsplatzsituation, Ausbildungsmöglichkeit, Familien- und Verkehrssituation zu erfolgen.

Weiters fordert die Junge ÖVP, dass die Kommunikation zwischen den wohnungsvergebenden Stellen, der Gemeinden und der Hausverwaltungen optimiert wird, um wichtige Informationen über die Wohnobjektauslastung zu bekommen und eine optimale Verteilung sicher zu stellen.

Stichwort: „Plattform Lebensraum“

5) Verständnis bekämpft Vorurteile.

Um den gegenseitigen Respekt sowie das Verständnis von fremden Kulturen bereits im Kindesalter zu forcieren, sollten Gemeinden integrative Freizeitprojekte für Kinder und Familien ausarbeiten und anbieten.

6) Sachliche Diskussionen anstatt blinder Hetze.

Die Landeskonferenz der JVP Steiermark fordert die politischen Parteien auf sich und ihre Jugendorganisationen zu ermahnen keine Hetze bzw. Polarisierung voranzutreiben. Das gilt speziell für Links- sowie Rechtsaußen-orientierte.

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