Die rasche Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters wird durch das Maßnahmenpaket der Jungen ÖVP möglich.

Mit knapp 59 Jahren liegt das faktische Pensionsantrittsalter in Österreich so niedrig wie fast nirgendwo in Europa. Gleichzeitig finden wir uns mit rund 12,7% des BIPs schon jetzt im europaweiten Spitzenfeld bei den Pensionsausgaben wieder. Sämtliche Prognosen rechnen für die nächsten Jahrzehnte mit einer massiven Kostensteigerung des Pensionssystems, die hauptsächlich uns Jungen zur Last fallen wird. Um bei dieser Entwicklung gegenzusteuern und die Pensionen langfristig zu sichern, haben wir von der Jungen ÖVP ein Reformpapier zur raschen Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters entwickelt und es gemeinsam mit ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf, Bundesobmann Sebastian Kurz, den stellvertretenden Bundesobleuten Bettina Rausch und Christoph Wolf sowie unserem JVP-Nationalratsabgeordneten Thomas Einwallner präsentiert.

Unser Bundesobmann Sebastian Kurz betont die Bedeutung dieses Themas für uns Junge: “Die Zielrichtung ist klar: Wir müssen verhindern, dass wir heute in ein System einzahlen, aus dem wir morgen nichts mehr herausbekommen. Das geht jedoch nur durch effektive, schnell greifende Maßnahmen, wie wir sie in unserem Reformpapier angeführt haben. So können wir sicherstellen, dass die Pensionen auch für uns Junge gesichert sind”.

Konkret teilen sich die Maßnahmen auf sechs Schwerpunktthemen auf, bei denen es dringenden Handlungsbedarf gibt:

>> Invaliditätspensionen und Generationen-Scan
So wie etwa im Bereich der Invaliditätspensionen: Obwohl primär für chronisch kranke Personen geschaffen, ist die Zahl ihrer Bezieher mittlerweile auf über 450.000 angewachsen. Die hohe Bereitschaft vieler Invaliditätspensionisten, trotz eigentlicher Berufsunfähigkeit die Möglichkeit zum Zuverdienst zu nützen, verdeutlicht die Notwendigkeit einer Neuregelung: “Menschen dürfen nicht in die Invaliditätspension abgeschoben werden sondern sollen nach erfolgreicher Behandlung wieder ins Berufsleben, ev. ín einen anderen Job, einsteigen. Auch das häufig als Grund für eine Invaliditätspensionierung herangezogene Burn-Out ist an sich behandelbar, weswegen die Betroffenen verstärkt auf den Wiedereinstieg in den Job vorbereitet werden sollen. Das ist im Sinne jedes und jeder Erkrankten selbst – denn man wird umso kranker, je weniger Aufgabe und Sinn man im Leben hat”, erläutert unsere Bundesrätin und Bundesobmann-Stellvertreterin, Mag. Bettina Rausch, diesen Vorschlag. In diesem Zusammenhang betont Rausch auch die Wichtigkeit der Einführung des von uns geforderten “Generationen-Scans”, wodurch die Zukunftstauglichkeit neuer Gesetze ermöglicht wird: “Der Generationen-Scan leistet ein wichtiger Beitrag, damit wir Jungen uns sicher sein dürfen, später auch einmal eine staatliche Pension zu bekommen”, so Rausch weiter.

>>Hacklerregelung und Abflachung der Lebensverdienstkurve
Einen weiteren Aspekt des Maßnahmenkataloges stellt unser neuer JVP-Nationalratsabgeordnete Thomas Einwallner vor: “Die Hacklerregelung hat das Budget und damit auch uns Junge schon viel zu lange belastet. Daher ist ein verfassungskonformes Auslaufen dieser kostspieligen Regelung dringend notwendig, um den Schuldenrucksack von uns Jungen nicht noch schwerer zu machen”. Auch die Abflachung der Lebensverdienstkurve ist der Jungen ÖVP ein Kernanliegen: “In Zukunft soll es höhere Einstiegsgehälter für uns Junge geben und dann eine flachere Verdienststeigerung mit leistungsabhängigen Gehaltssteigerungen. Eine Lohnsteigerung rein auf Basis des Alters ist schlichtweg unfair und leistungsfeindlich”, führt der steirische Mandatar weiter aus.

>>Frühpensionsmonitoring und Bonus-Malus-System
Auf die hohe Intransparenz bei den Frühpensionen wollen wir von der Jungen ÖVP mit der Einführung eines anonymisierten Frühpensionsmonitoring reagieren. Jede Person, die vor dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter in Pension geht, soll statistisch erfasst werden und auch die Gründe für die frühzeitige Pensionierung sollen angeführt werden: “Ein Frühpensionsmonitoring würde endlich Klarheit in das sehr undurchsichtige Feld der Frühpensionen bringen und mögliche Vorsorgemaßnahmen erkennbar machen”, erläutert unser Bundesobmann-Stellvertreter und LAbg. Christoph Wolf. Darüber hinaus befasst sich das Reformpapier außerdem mit notwendigen Reformen bei der Korridorpension, der neuen Frühpension. Hier kann durch die Einführung eines verbesserten Bonus-Malus-System mehr Flexibilität und Fairness geschaffen werden: “Es braucht höhere Anreize zur Mehrarbeit nach dem gesetzlichen Pensionsalter und gleichzeitig höhere Abschläge für Frühpensionen. Auch muss die steuerliche Unterstützung von Golden Handshakes endlich ein Ende finden”, so Wolf weiter.

Diese Maßnahmen sind allesamt praktisch umsetzbar und würden bereits rasch zu einer deutlichen Stabilisierung der derzeitigen Schieflage im Pensionssystem beitragen: “Wir Jungen haben unsere Vorschläge präsentiert. Nun müssen auch andere ihre ideologischen Scheuklappen ablegen und endlich eine dringend notwendige, langfristige Sicherung der Pensionen ermöglichen”, erklärt unser Bundesobmann Sebastian Kurz abschließend.