JVP Steiermark - Jung, Kritisch, Steirisch | „SJ produziert wieder einmal Luftblasen!“
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„SJ produziert wieder einmal Luftblasen!“

„Nichts als heiße Luft“, ist der aktuelle Vorschlag des SJ-Vorsitzenden Max Lercher, die theoretische Führerscheinausbildung in die Schule zu verlegen, für den steirischen JVP-Obmann NRAbg. Thomas Einwallner. „Lercher verschweigt, dass es bereits seit über einer Woche eine Stellungnahme des Unterrichtsministeriums zu dieser Frage gibt. Darin wird explizit darauf hingewiesen, dass es die Möglichkeit eines solchen Unterrichts als unverbindliche Übung in der Schule bereits gibt! Lercher fordert also wieder einmal etwas, was bereits umgesetzt ist. Offenbar geht es den Jungsozialisten darum, ein Sommerthema zu erfinden, anstatt Politik für junge Menschen zu betreiben.“

Verkehrsunterricht als Wahlfach geht zulasten der Bildung!

Was die Sozialistische Jugend ebenfalls nicht bedacht habe, sei die Tatsache dass ein solcher Unterrichtsgegenstand nur zu Lasten anderer Fächer eingeführt werden könnte, so Einwallner. „Es kann nicht Ziel der österreichischen Bildungspolitik sein, bestehende Wahlfächer zu kürzen, um einen Führerscheinunterricht einzuführen. Auch verschweigt Lercher, welche Fächer er einschränken möchte. Deutsch? Geschichte? Mathematik? Welche Unterrichtsfächer sind für die Sozialistische Jugend so unwichtig, dass sie dem Führerscheinunterricht geopfert werden sollen?“, kritisiert der JVP Obmann Lerchers Vorschlag als unausgegoren.

Lehrlinge werden benachteiligt!

Besonders verärgert zeigt sich ÖVP-Lehrlingssprecher Einwallner über die Benachteiligung von Lehrlingen und jungen Berufstätigen. Diese würden durch Lerchers Vorschlag ungerecht behandelt. „Für viele Berufsschüler ist die kurze Zeit in der Berufsschule schon jetzt durch Stress und viel Druck gekennzeichnet. Die Anforderungen an künftige Facharbeiter werden immer größer, die Berufsfelder komplexer. Ein zusätzlicher Verkehrsunterricht an der Berufsschule wäre unter diesem Gesichtspunkt undurchführbar. Lehrlinge müssten also weiterhin für die theoretische Ausbildung bezahlen, während Schüler sie in der Schule gratis bekommen. Eine solche Ungleichbehandlung kann ebenfalls nicht Sinn und Zweck des Bildungssystems sein“, so Einwallner, der Lercher empfiehlt sich seine Idee noch einmal sachlich zu überlegen.

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