JVP Steiermark - Jung, Kritisch, Steirisch | Früher investieren statt später reparieren – Qualitätsoffensive an unseren Schulen notwendig!
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Früher investieren statt später reparieren – Qualitätsoffensive an unseren Schulen notwendig!

“Das duale Ausbildungssystem in Österreich ist ein internationales Vorzeigebeispiel für gelungene Berufsausbildung”, hält NRAbg. Thomas Einwallner, ÖVP-Sprecher für Lehre und Berufsausbildung anlässlich des heutigen Tages der Lehre fest. “Österreichische Lehrlinge belegen Jahr für Jahr Spitzenplätze bei internationalen Lehrlingswettbewerben. Österreichische Facharbeiter werden weit über die Grenzen hinaus geschätzt und sind ein wesentliches Erfolgsgeheimnis unseres Wirtschaftsstandortes.”

Verbesserungsbedarf auf hohem Niveau

Trotz des hohen Niveaus unserer dualen Berufsausbildung ortet Einwallner jedoch weiteren Verbesserungsbedarf. “Immer mehr Unternehmer beklagen sich darüber, keine geeigneten Bewerber für offene Lehrstellen zu finden.” Mängel gebe es, so Einwallner, vor allem bei der Grundbildung. “Viele Jugendliche, die die Schule verlassen haben Probleme beim Schreiben, Lesen und Rechnen. Das sind Bildungsdefizite, die die Chancen eines jungen Menschen auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz einschränken und während der Lehrzeit kaum behoben werden können. Denn dafür ist die Schule zuständig und nicht der Ausbildungsbetrieb.” Besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund seien davon betroffen. “Von den 75.000 Jugendlichen in Österreich, die weder eine Ausbildung noch einen Arbeitsplatz haben sind die Hälfte Migranten. Auch von den 8000 Schulabbrechern pro Jahr hat der überwiegende Teil Migrationshintergrund.”

Problemlösung muss bereits in der Schule beginnen!

Um den drohenden Facharbeitermangel zu vermeiden und die Jugendarbeitslosigkeit zu senken seien daher Maßnahmen notwendig, die bereits in der Schule ansetzen. “Wir brauchen eine Qualitätsoffensive für unsere Schulen. Ziel muss es sein, dass kein Jugendlicher nach Ende seiner Schullaufbahn, Defizite in der Grundbildung aufweist. So wie BM Mitterlehner Maßnahmen gesetzt hat, um die Qualität in der Lehrausbildung zu verbessern, ist Unterrichtministerin Claudia Schmied gefordert, der Qualität unserer Schulbildung einen kräftigen Schub zu versetzen.” Vor allem für Jugendliche mit Migrationshintergrund sei dies von entscheidender Bedeutung, um ihre Chance auf eine Ausbildungs- und Arbeitsplatz zu verbessern. “StS Kurz gibt mit seinen Vorschlägen die Richtung vor. Es wird Zeit, dass unsere Unterrichtsministerin diese aufgreift und tätig wird”, so Einwallner abschließend.

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