JVP Steiermark - Jung, Kritisch, Steirisch | Mein Land. Meine Chance.
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Mein Land. Meine Chance.

Die Standortinitiative der Jungen ÖVP unter dem Titel „Mein Land. Meine Chance.“ beschäftigt sich diesen Sommer damit wie man den Wirtschaftsstandort Österreich attraktiver gestalten kann. Im Rahmen der Standortinitiative besucht JVP Generalsekretär Stefan Schnöll mit Landesobmann Lukas Schnitzer auch steirische Unternehmen.

„Die Steiermark ist einer der Spitzenreiter der Europäischen Regionen wenn es um die Forschungs- und Entwicklungsquote geht. Davon profitieren auch die steirischen Unternehmen. Nichts desto trotz werden den Unternehmen noch viele Steine in den Weg gelegt“, so Landesobmann Lukas Schnitzer. „Deshalb setzen wir uns für Politik ein, die Freiräume für Unternehmer schafft und mehr Platz für die Eigenverantwortung der Menschen macht.“ Landesobmann Schnitzer und Generalsekretär Schnöll besuchen mit Vertretern der Bezirksgruppen die Andy Wolf GmbH Brillenmanufaktur in Hartberg, die Münzer Bioindustrie GmbH in Sinabelkirchen, die E-Volution GmbH in Stainz und CowStyle Handesl- und Marketing KG in Graz. Weiters wurde auch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer über die Initiative der Jungen ÖVP in einem persönlichen Gespräch informiert.

„Es braucht einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaftspolitik und ein Ende des Regulierungswahns“, knüpft Schnöll an. In Österreich braucht man dank der überbordeten Bürokratie 22 Tage um ein neues Unternehmen zu gründen. Doch auch danach ist es meistens noch nicht erledigt mit der Bürokratie. Immer mehr Selbstständige üben artverwandte Tätigkeiten wie Texten, Grafik, Filmen etc. aus. Für jede dieser Tätigkeiten wird ein eigener Gewerbeschein benötigt. Dadurch ist die Zahl der Gewerbescheine seit 2004 um 33,8 Prozent gestiegen, die Zahl der Gewerbescheinbesitzer allerdings nur um 11,4 Prozent. Ein Gewerbeschein für artverwandte Tätigkeiten muss genügen. 2015 wurden in der Steiermark fast 1000 Unternehmen mehr gegründet als im Jahr 2008, obwohl österreichweit die Unternehmensgründungen rückläufig sind.

Auch bei den Steuererklärungen zeigt sich im Vergleich zur Schweiz Aufholbedarf. Österreichische Unternehmen müssen im Durchschnitt 166 Stunden pro Jahr für Steuererklärungen aufwenden bei einer Steuerbelastung (inkl. Lohnsummen und Produktionsabgaben) von 52 Prozent des Gewinns. In der Schweiz sind es nur 63 Stunden bei einer Gesamtsteuerbelastung von 29 Prozent des Gewinns.

Bürokratische Hürden müssen endlich abgebaut werden, damit Österreich für jene, die etwas leisten und erreichen wollen attraktiver wird. Im Sinne des Prinzips „ one in – two out“ sollen in Zukunft für jede neue Regelung zwei alte entfallen. So ist der Gesetzgeber gezwungen, die Sinnhaftigkeit so manches Gesetzes zu überdenken. Darüber hinaus sollte bei neuen Gesetzen auf das System des „Nudging“ zurückgegriffen werden. Beim „Nudging“ werden neue Anreizsysteme geschaffen, statt die Menschen mit neuen Geboten und Verboten zu quälen.

Die Forderungen im Überblick:
– One In – Two Out
– Nudging
– Gewerbeordnung NEU
– Arbeitszeitflexibilisierung
– Steuermodelle NEU

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